Karl Valentin
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Liesl Karlstadt sucht eigene Wege

Aber die Partnerschaft mit dem genialen Komiker kostet Liesl Karlstadt zunehmend Kraft. Obwohl vielseitige und begabte Schauspielerin, wird sie doch stets nur als Assistentin Valentins gesehen. Das genügt Karlstadt nicht. Sie möchte auf eigenen Beinen stehen, sich beweisen und Anerkennung für eigene Leistung erhalten.
1930, mit fast 40 Jahren nimmt sie ( da steht sie mit Karl Valentin immerhin schon seit fast 2 Jahrzehnten erfolgreich auf der Bühne) Schauspielunterricht und ist in Otto Falckenbergs Kammerspielen ein großer Erfolg als Frau Vogel im "Sturm im Wasserglas".

 
         
 

Weitere Engagements folgen. Karlstadt sucht sich auch privat einen neuen Partner, den Chauffeur Josef Kolb, aber die Partnerschaft ist schwierig und von Krisen gekennzeichnet.
Auch das künstlerische Loslösen von Valentin scheitert- bald steht Liesl Karlstadt wieder ausschließlich mit Karl Valentin auf der Bühne.

Krise und Trennung

Doch die Zusammenarbeit mit Valentin wird für Liesl Karlstadt immer schwieriger. 1935 erleidet sie einen Nervenzusammenbruch.
Letzter Auslöser dafür ist der große finanzielle Verlust, den sie durch den Mißerfolg des Panoptikums erlitten hat. Karl Valentin hatte die widerstrebende Karlstadt überredet, ihre Ersparnisse in sein Projekt zu investieren.
Liesl Karlstadt versucht, sich durch einen Sprung in die Isar das Leben zu nehmen, wird gerettet und kommt in die Nervenklinik an der Nußbaumstraße.
Valentin ist tief erschüttert von der Verzweiflungstat seiner Partnerin und versucht, sie mit vielen Briefen und Besuchen aufzumuntern. Einigermassen wieder erholt, tritt Liesl Karlstadt erneut mit Valentin auf, aber der Schwung und die Spielfreude der früheren Jahre sind dahin. Bei einem Auftritt im Kabarett der Komiker in Berlin bricht sie auf der Bühne in Tränen aus.
Nervenkrisen und Klinikaufenthalte wiederholen sich. Liesl Karlstadt ist angeschlagen und fällt immer wieder in tiefe Depressionen. Krankheitsbedingt gibt sie für alle Probleme Valentin die Schuld.
Der zunächst verständnisvolle Valentin kann mit dieser schwierigen Situation auf die Dauer nicht umgehen. Verunsichert wendet er sich der jungen Schauspielerin Anne-Marie Fischer zu, die ihn rückhaltslos bewundert.
1939 kommt es zum großen Knall, Karlstadt ist krank oder beleidigt oder beides und weigert sich aufzutreten. Auch Valentin ist am Ende seiner Kraft und besetzt Karlstadts Rolle kurzerhand mit Anne-Marie Fischer. Das kann ihm seine Partnerin nicht verzeihen.
Damit endet zunächst die 26jährige Bühnenpartnerschaft Karl Valentins mit Liesl Karlstadt.

 
         
   

Zuletzt (fast) ein Happy End

Von 1941-47 tritt Karl Valentin nicht mehr öffentlich auf. Er hat sich in sein Haus in Planegg zurückgezogen. Liesl Karlstadt hat noch vereinzelt Engagements als Schauspielerin, aber ihre Gesundheit ist angeschlagen.
Sie erholt sich auf moderne, sehr eigenwilige Art- sie "steigt aus" und pflegt 2 Jahre lang Maultiere bei den Gebirgsjägern in Ehrwald in Tirol. Sie wird dort sogar zum "Stabsgefreiten Gustav" ernannt, um der Angelegenheit einen offiziellen Anstrich zu geben. In der Ruhe und Abgeschiedenheit der Bergwelt und im Kontakt mit den Tieren findet Liesl Karlstadt wieder zu sich selbst.

 
 

Mit Karl Valentin steht sie während des Krieges vor allem in brieflichem Kontakt, aber der Ton ist zunächst eher kühl. Doch die alten Zwistigkeiten verblassen im Vergleich zu den apokalyptischen Kriegsjahren und der schweren Nachkriegszeit. Der Streit zwischen beiden scheint schliesslich beigelegt, die Emotionen haben sich beruhigt. Beide sind schliesslich wieder bereit, an die alten Erfolge anzuknüpfen.
1947/48 kommt es wieder zu einigen gemeinsamen Auftritten, im alten Simpl und im Bunten Würfel in München.
Neun Tage vor Valentins Tod treten sie das letzte Mal gemeinsam auf.

Nach Valentins Tod arbeitet Karlstadt weiter als Schauspielerin, doch ihr großartiges Verwandlungstalent wird nicht mehr herausgefordert, ihre Rolle ist festgelegt.
Sie spielt in Theater, Radio, Film und Fernsehen meist humorvolle, volkstümlich-mütterliche Frauen mit Herz. Als "Mutter Brandl" in der vormittäglichen Radioserie "Die Brandls" hat sie großen Erfolg und ist überaus beliebt beim Publikum. Es sind nette, humorvolle Alltagsszenen, aber zu keiner Zeit kann sie an die hintergründige, oft anarchische Komik ihrer Glanzzeiten als Partnerin Valentins anknüpfen.

Am 27.07.1960 stirbt Liesl Karlstadt während eines Urlaubs in Garmisch Partenkirchen.

 
     
     
  Zitat  
     
 

"Als ich das Licht der Welt und sodann die Hebamme erblickte, war ich sprachlos. Ich hatte diese Frau ja noch nie in meinem Leben gesehen."

 
     
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  Zitat  
     
 

"Ich bin auf Sie angewiesen, aber Sie nicht auf mich! Merken Sie sich das!"

 
     
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  Zitat  
     
 

"Wissen Sie schon, dass man ein weiches Ei nicht als Zahnstocher benutzen soll?"

 
     
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